Modulare Gebäudetechnik für den Wohnungsbau

Modulare Gebäudetechnik für den Wohnungsbau 

An der Herdernstrasse kommen erstmals vorfabrizierte Gebäudetechnikmodule für eine neue Wohnüberbauung der Stadt Zürich zum Einsatz. Die wichtigsten gebäudetechnischen Installationen wie Heizung, Kalt- und Warmwasserleitungen, Elektroverteilungund eine Wohnungslüftungsbox mit integriertem Luftverteilsystem,befinden sich im Inneren des Schachtmoduls. Seit diesem Frühjahr läuft die erfolgreiche Auslieferung der insgesamt 43 Module.

Injiziert vom Amt für Hochbauten der Stadt Zürich wurde zwischen 2015 und 2017 ein erster Prototyp des Moduls für die Wohnsiedlung Herdern entwickelt. Anschliessend stiess die Dresohn AG als Industriepartner dazu und entwickelte einen zweiten Prototyp. Dank Know-how und guten Ideen, die das Entwicklungsteam der Dresohn AG ins Pionierprojekt mit einbrachten, erhielt die Lüftungsbaufirma aus dem zürcherischen Mettmenstetten den Zuschlag für die Herstellung von insgesamt 43 neuartigen Gebäudetechnikmodulen für das Wohnquartier an der Herdenstrasse.  

Erstauslieferung – just in time

Nach der intensiven Entwicklungs- und Produktionsphase ging vor Kurzem die erste Auslieferung pünktlich über die Bühne. Die Module werden etappenweise und bereits während der Rohbauphase angeliefert. Die Montage der Module erfolgt durch einen Baukran. Die Gebäudetechnikmodule werden auf die Schalung gesetzt, in die Armierung eingearbeitet und anschliessend betoniert. Das Stellen ging schnell und unkompliziert vonstatten und allfällige Skepsis wandelte sich um in Begeisterung.  

Vorteile der Vorfabrikation

Der grösste Vorteil der Vorfabrikation ist die Verkürzung der Bauzeit. Ein Grossteil der Montagearbeiten inklusive Brandabschottungen wird in der Werkstatt vorgängig erledigt, so dass das fertige Gebäudetechnikmodul auf der Baustelle nur noch gesetzt werden muss. Die Montagekosten werden durch die vereinfachte Endmontage sowie durch die Reduktion von Baufehlern und Regiearbeiten sinken. Eine grosszügige Zugänglichkeit der Steigzone gewährleistetzudem einfache, schnelle und dadurch auch kostengünstige Unterhaltsarbeiten.

In der Fachzeitschrift «Phase5» wurde umfassend über das Gebäudetechnikmodul berichtet: